Die Kennungen (BT-29, BT-46 und BT-71) in E-Rechnung und ERP richtig verwenden
Dieser Artikel erklärt Dir die Bedeutung von BT-29, BT-46 und BT-71 und zeigt, wie orgaMAX-ERP einfache und globale Kennungen abhängig von der verwendeten Adresse ausgibt.
Kurzantwort
BT-29 steht für die Verkäuferkennung, BT-46 für die Kennung des Rechnungsempfängers und BT-71 für die Kennung des Warenempfängers beziehungsweise Lieferorts.
In orgaMAX-ERP gilt für alle drei Kennungen: Ohne Eintrag im zugehörigen Schemafeld wird der Kennungswert einfach ausgegeben. Mit Schemafeld wird derselbe Wert als globale Kennung ausgegeben und nicht zusätzlich als einfache Kennung. Bei abweichenden Adressen ist außerdem entscheidend, welche Rechnungs- oder Lieferadresse im Vorgang verwendet wird.
Einige Funktionserweiterungen kommen mit dem Update Ende 2026:
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Das Feld BT-71
- E-Rechnungsdatenfelder im Bereich "Weitere Adressen".
Kennungen in orgaMAX-ERP verwenden
BT-29: Verkäuferkennung
BT-29 kennzeichnet den Verkäufer. Der Kennungswert wird abhängig davon ausgegeben, ob Du auch das Schemafeld BT-29-1 ausfüllst:
- Ohne Eintrag in BT-29-1 wird der Wert als BT-29 ausgegeben.
- Mit Eintrag in BT-29-1 wird der Wert als BT-29-0 ausgegeben. Als BT-29 wird er dann nicht mehr ausgegeben.
BT-29-1 gibt das Schema der globalen Kennung an.
BT-46: Rechnungsempfängerkennung
BT-46 kennzeichnet den Rechnungsempfänger. Auch hier entscheidet das Schemafeld über die Ausgabe:
- Ohne Eintrag im Schemafeld wird der Wert als BT-46 ausgegeben.
- Mit Eintrag im Schemafeld wird der Wert als BT-46-0 ausgegeben. Als BT-46 wird er dann nicht mehr ausgegeben.
Das Schemafeld ordnet die globale Kennung ihrem Identifikationssystem zu.
BT-71: Warenempfängerkennung
BT-71 kennzeichnet den Warenempfänger beziehungsweise Lieferort:
- Ohne Eintrag im Schemafeld wird der Wert als BT-71 ausgegeben.
- Mit Eintrag im Schemafeld wird der Wert als BT-71-0 ausgegeben. Als BT-71 wird er dann nicht mehr ausgegeben.
Auch hier beschreibt das Schema, nach welchem Identifikationssystem die globale Kennung gebildet wurde.
| Kennung | Beteiligter | Ohne Schemaeintrag | Mit Schemaeintrag |
|---|---|---|---|
| BT-29 | Verkäufer | BT-29 | BT-29-0 |
| BT-46 | Rechnungsempfänger | BT-46 | BT-46-0 |
| BT-71 | Warenempfänger beziehungsweise Lieferort | BT-71 | BT-71-0 |
Wichtig: Der Kennungswert wird entweder einfach oder global ausgegeben. Mit einem Schemaeintrag wird er als globale Kennung ausgegeben und nicht zusätzlich als einfache Kennung.
Was bedeutet das Schema?
Das Schema beschreibt, nach welchem Identifikationssystem eine Kennung gebildet wurde. Es ist selbst keine Kennung, sondern ordnet den Kennungswert ein. So kann der Rechnungsempfänger erkennen, welche Art von Kennung in der E-Rechnung übermittelt wird.
Beispiele für Schemas sind:
- 0060 für eine D-U-N-S-Nummer
- 0088 für eine GLN
Im XML steht das Schema als "schemeID" direkt an der Kennung. Zum Beispiel:
<ram:ID schemeID="0149">DE717432987</ram:ID>
Verwende das Schema, das zum Kennungswert und zum gewünschten Identifikationssystem passt. Wenn der Rechnungsempfänger ein bestimmtes Schema vorgibt, trage genau dieses ein. Eine Übersicht weiterer Beispiele findest Du in den technischen Informationen für E-Rechnungen und XML-Rechnungen.
Abweichende Rechnungs- und Lieferadressen
Im Kundenstamm können neben der Hauptadresse weitere Anschriften hinterlegt sein. Im Vorgang ist relevant, welche Adresse Du als Rechnungs- oder Lieferadresse verwendest:
- Rechnungsadresse: BT-46 bezieht sich auf den Rechnungsempfänger.
- Lieferadresse: BT-71 bezieht sich auf den Warenempfänger beziehungsweise Lieferort.
- Hauptadresse: Wenn Du keine abweichende Adresse im Vorgang verwendest, kann die Hauptadresse je nach Vorgang als Rechnungs- oder Lieferadresse dienen.
Prüfe deshalb vor dem Erstellen der E-Rechnung, ob im Vorgang die gewünschte Rechnungs- und Lieferadresse ausgewählt ist. Die dazugehörige Kennung muss zum jeweiligen Beteiligten gehören. Wenn Du eine globale Kennung verwendest, trage auch das passende Schema ein.

BT-29 betrifft den Verkäufer und ist von der Auswahl der Kundenadresse unabhängig.
Häufige Fragen
Was unterscheidet eine einfache von einer globalen Kennung?
Eine einfache Kennung wird ohne Schema ausgegeben, zum Beispiel als BT-46. Eine globale Kennung wird mit einem Schema ausgegeben, zum Beispiel als BT-46-0. Das Schema gibt an, zu welchem Identifikationssystem die globale Kennung gehört.
Wird eine Kennung mit Schema zusätzlich einfach ausgegeben?
Nein. Wenn Du ein Schema einträgst, wird der Kennungswert als globale Kennung ausgegeben. Er erscheint dann nicht zusätzlich als einfache Kennung.
Warum wird die Kennung des Rechnungsempfängers nicht wie erwartet ausgegeben?
Prüfe, welche Rechnungsadresse im Vorgang verwendet wird. Kontrolliere außerdem, ob ein Schema eingetragen ist: Ohne Schema wird der Wert einfach als BT-46 ausgegeben, mit Schema global als BT-46-0.
Warum wird die Warenempfängerkennung nicht wie erwartet ausgegeben?
Prüfe zunächst die im Vorgang verwendete Lieferadresse. Kontrolliere dann das Schemafeld: Ohne Schema wird der Wert als BT-71 ausgegeben, mit Schema als BT-71-0.
Wo finde ich weitere Übersichten zu E-Rechnungsdatenfeldern?
Die FAQ "Welche Stammdatenfelder sind für E-Rechnungen relevant?" beschreibt die Datenfelder in den Stammdaten. Eine Übersicht für Vorgänge findest Du in "Welche Datenfelder für E-Rechnungen findest Du in Vorgängen?".
